Die Lebensphasen eines Hundes

Eine Hundeschwangerschaft dauert ca. 63 Wochen.
Wie entwickelt sich nun ein kleiner Welpe zum Hund?
Der Zeitraum von Geburt bis zum 4. Lebensmonat wird Welpenphase genannt.
Diese Welpenphase unterteilt sich wiederum in folgende Phasen:
zuerst die Neonatale Phase: sie dauert 2 Wochen, in dieser Phase sind genetisch fixiert die Verhaltensweisen, d. h. Der Körper der Welpen ist auf Körperwärme ausgerichtet, die Sinnesorgane d. h. Die Augen und Ohren sind noch geschlossen, und es ist nur der Tastsinn und das Wärmeempfinden entwickelt. Die Haupttätigkeiten sind in dieser Phase: schlafen, fressen und wachsen. Aber der Welpe erlernt auch, welche seiner Reaktionen positive Konsequenzen haben und welche nicht. Und die Eigenschaften, die sich aus daraus entwickeln, hängen von der individuellen Erfahrung aus seiner Umwelt ab. Auch noch nicht selbstständig in dieser Zeit ist das Ausscheideverhalten. Die Hundemutter muss die Welpen so lange lecken, bis Kot und Urin abgeht. Dazu massiert die Hundemutter mit der Zunge den Bauch, Rücken und Seiten der Welpen.
Dieses Lecken stimuliert wiederum die Funktion und Motorik von Blase und Darmmuskulatur.
Und es wird auch der Schließmuskel aktiviert.
In dieser Phase ist ebenfalls schon vorhanden, das Schmerzempfinden. Zu den typischen Verhalten der Welpen zählt:

  • die kriechenden Vorwärtsbewegungen
  • quäkende Hilfeschreie, wenn Gefahr droht, da das    Wärmeempfindungen entwickelt ist, droht dann Gefahr, wenn es kalt
    ist und der Welpe ohne Körperkontakt von Mutter und Geschwister ist
  • um die Zitzen der Mutter zu finden, führen die Welpen horizontale und
    pendelnde Bewegungen aus

Nach diesen 2 Wochen schließt sich eine Übergangsphase an, das ist für den Welpen ein weiterer großer Entwicklungsschritt und deshalb wird diese Phase auch als Festigungsphase bezeichnet.
Hier passiert nun folgendes: die Augen und Ohren öffnen sich, er kann nun sehen und hören, damit tritt der Welpe in Kontakt mit seiner Umwelt und beginnt zu lernen.
Nun brauch die Hundemutter auch nicht mehr zu lecken, damit sich Urin und Kot absetzt, das passiert nun selbständig.
Die Motorik entwickelt sich weiter und wird auch kontrollierter. Auch wird der Bewegungsdrang stärker und die Schlafzyklen verkürzen sich.
Und es wird auch jetzt der Grundstein zur Stubenreinheit gelegt. Werden jetzt von Züchter kleine Kisten und Kartons ausgelegt mit „Natur“, d, h, Gras, Erde, Stroh, Laub ausgelegt, so kann sich der Welpe leichter an den Naturboden gewöhnen, wenn er sich entleeren muss. Oder der Züchter setzt die Welpen gleich raus, das hat den Vorteil, das sie schneller stubenrein werden.

In der 4. Lebenswoche schließt sich die Sozialisierungsphase an. Diese Phase ist sehr wichtig. Hat hier der Welpe viel Kontakt mit Menschen und anderen Hunden, so wird er wahrscheinlich ein umgänglicher Hund werden. Und die Tiere und Menschen mit denen er jetzt Kontakt hat, werden später als Bindungspartner gesucht.
Der Welpe lernt hier sehr schnell, und alles was er lernt, wird mit seinen Gehirn und Nerven verknüpft und im Gehirn gefestigt. Jetzt werden viele neue Eindrücke und Geräusche gesammelt, z. B. Fremde Menschen, fremde Hunde, Fernseher, Staubsauger, Autos, Küchenmaschine, Haushaltsgeräte usw.
Jetzt muss auch der Welpe lernen, selbstbewusst in unterschiedlichen Situationen zu sein. Das ist auch die wichtigste Voraussetzung für die Beziehung mit den Menschen.
In dieser Phase wird ein normales arttypisches Sozialverhalten entwickelt. Er lernt z. B. Die Körpersprache der Unterwerfung, sowie Drohgebärden richtig zu deuten und einzusetzen bzw. auch richtig darauf zu antworten. Und der Welpe muss auch lernen, mit Angst umzugehen. Damit er später in diesen Situationen richtig reagieren kann. Auch mit aggressiven Verhalten muss der Welpe in Kontakt kommen. Und der Mensch hat hier die wichtigste Aufgabe: er muss eine Autorität entwickeln, die der Hund mit Begeisterung und bedingungslos anerkennt. Erst dann wird aus Mensch und Hund ein super Team.
Weiterhin erlernt der Welpe in der Welpengruppe Auseinandersetzungen und Beissübungen.
Auch sehr wichtig in dieser Phase: den Umgang mit Frustration zu lernen.
Manch einer fragt sich jetzt, wann ist der Welpe frustriert? Er ist dann frustriert, wenn er nicht bekommt, was er will. Das heißt in seinem Gedankengang: die Realität entspricht nicht dem, was er erwartet. Hier muss der Welpe lernen, zu akzeptieren, dass nicht alles nach seinen Wünschen geht.
Die Reaktion daraus: der Welpe fängt an zu jammern oder er zeigt seine Aggressionen. Auch muss er verstehen lernen, dass es ein Leben gibt, auch wenn die Mutter nicht in der Nähe ist.
Wann sollte nun ein Welpe abgegeben werden? Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen, manche Züchter sagen ab 8. Woche , manche wiederum ab 12. Woche. Ist eine korrekte Sozialisierung gegeben, so kann der Welpe ab 8.-12. Woche abgegeben werden.
Was heißt eigentlich Welpenschutz? Der Welpenschutz besteht immer innerhalb einer Familie. Hunde, die sich in der Regel im Park treffen, sind nicht miteinander verwandt und da kann es durchaus vorkommen, dass Welpen an geknurrt werden oder der andere Hund schnappt mal zu, hier zeigt sich jedoch, ob ein Welpe gut sozialisiert ist, denn wenn er es ist, zeigt er Unterwerfungsverhalten und ein ausgewachsener Hund versteht sie und geht weg. Wenn ausgewachsene Hunde keine ausreichende Sozialisierung hatten, kann es in Einzelfällen vorkommen, dass der Welpe zu Schaden kommt.

Nun ist der Welpe im 4-5. Lebensmonat, jetzt schließt sich die Junghundephase an, man nennt diese Phase auch juvenile Phase, jetzt werden die erlernten Fähigkeiten weiter gefestigt, die soziale Einordnung in die Menschenfamilie ist auch beendet, diese Phase dauert bis zur 1. Pubertät, zwischen den 5.-6. Monat findet auch der Zahnwechsel statt, es wird alles angenagt, was das Kauen anregt, denn der Zahnwechsel bereitet den Junghund Schmerzen, hier sollte man genügend Kauartikel zur Verfügung stellen.
Und noch etwas ist typisch: der Junghund findet sich selbst ziemlich als Oberboss, jetzt muss vom Besitzer deutlich gemacht werden, wer der Boss ist. Das heißt aber auch Geduld zu üben und konsequent zu sein, aber liebevoll.
Hat man hier die Erziehung vernachlässigt, so wachsen auch die problematischen Verhaltensweisen.

Im 7.-8- Monat erfolgt die 1. Pubertät, die Junghunde sind jetzt auch besonders empfänglich gegenüber Angst- und streßauslösende Faktoren, besonders Geräuschängste (Donner bei Gewitter).
Die Rüden heben nun auch das erste mal das Bein, bei Hündinnen steht die Läufigkeit an.
Was macht ein pubertierender Junghund, der beim Gassigehen die Spur einer läufigen Hündin aufnimmt? Er klappert mit den Zähnen, winselt und vor lauter Aufregung läuft ihm der Speichel. Ja und er vergisst seinen Menschen und möchte dann lieber seine Dame suchen. Ist hier die Situation besonders heikel, bietet sich eine Schleppleine an,
Haben sich aber die Hormone wieder geordnet, geht alles seinen gewohnten Gang.
Körperlich ist der Junghund jetzt erwachsen. Die soziale Reife dagegen tritt bei verschiedenen Rassen unterschiedlich ein, bei kleinen Rassen mit ca. 12 Monaten, bei mittelgroßen bis großen Rassen mit 18-24 Monate. Ist aber die soziale Reife erreicht, wird sich Charakter und Verhalten kaum noch ändern.

Ab 2. Jahre stellt sich dann die Reifezeit ein, was vorher noch unkontrolliert und unsortiert war, bekommt jetzt Festigkeit. Der Hormonspiegel wird stabilisiert und auch das Verhalten. Viele Hunde tolerieren nicht mehr jeden als Spielkamerad, gleichgeschlechtliche Vierbeiner werden als Konkurrenz angesehen.

Mit ca. 3 Jahren ist der Hund dann im Erwachsenenalter, Das ist die Lebensphase nach Eintritt und Ausreifung der Geschlechtsreife. Der Hund zeigt sich nun charakterlich und körperlich erwachsen und ist in seinem Wesen gefestigt.

Hundekrankenversicherung

3. Hundekrankenversicherung
Hundehalter gehen mindestens einmal im Jahr zum Tierarzt.
Oft sind es Impfungen, kleinere Leiden oder regelmäßige Untersuchungen und die Kosten halten sich in Grenzen.
Stehen aber Operationen an, so kann das schnell recht teuer werden. Hier ist zu überlegen, ob man eine Krankenversicherung für den Hund abschließen sollte.
Es empfiehlt sich immer eine Krankenversicherung recht frühzeitig abzuschließen, da es bei manchen Versicherer eine Höchstaltersgrenze des Hundes gibt. Sollte vor Abschluss der Krankenversicherung eine Krankheit bereist vorliegen, so müssen Sie diese auch melden.
Auch kann die Versicherungsgesellschaft dazu den Tierarzt befragen.
Hier steht an erster Stelle: Ehrlichkeit.
Eine Hundekrankenversicherung sollte folgendes enthalten:
1. Operationen nach Unfällen und Krankheiten
2. ambulante und stationäre Behandlungen
3. Nachbehandlungen
4. ggf. Einäscherung
5. ggf. physikalische und homöopathische Therapien

Nicht in der Hundekrankenversicherung versichert ist Zahnstein- und Zahnentfernung unter Narkose.
Manche Versicherer bieten auch Verkehrsunfallschutz mit an, da werden die Kosten im falle eines Unfalls übernommen.

Auch hier gilt: Bitte informieren Sie sich vorab ausreichend.

Hundeversicherung

Hundehaftpflichtversicherung
Katzen und Kleintiere sind in der Regel in der privaten Haftpflichtversicherung versichert.
Leider deckt aber die private Haftpflichtversicherung Schäden durch den Hund nicht ab.
Daher ist immer eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung zu empfehlen.
Versicherungspflicht besteht in den folgenden Bundesländern: Thüringen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Hamburg.
Hier sollte man sich bei den örtlichen Behörden genau vorab informieren.

Die Hundehaftpflichtversicherung sollte folgendes abdecken:
1. Die Versicherungssumme: mindestens 5 Millionen Euro
2. Mietsachschäden (bis mindestens 250.000 Euro
3. Mitversicherung von Fremdhütern
4. Verstoß gegen Halterpflichten
5. Vermögensschäden (bis 50.000 Euro)
6. Deckschäden
7. Welpenschutz
8. ggf. Aufenthalt im Ausland
9. ggf. Schäden in Ferienwohnungen

Im Internet gibt es genügend Vergleichsportale dazu, welche Versicherung welche Schäden abdeckt.

Bevor ein Hund in die Familie kommt-eine kleine Ratgeberhilfe

1. Rechtliches:
Bevor ein Hund einzieht, sollte eine Bestandsaufnahme gemacht werden:
Besitzen Sie ein eigenes Haus , dann ist das mit der Hundehaltung kein Problem und Sie können sich sicher sein.
Haben Sie eine Mietwohnung, eine Eigentumswohnung in einer Wohnanlage oder ein Haus gemietet, sieht die Sache rechtlich schon ganz anders aus.
Als erstes müssen Sie in Ihrem Mietvertrag nachsehen, ob Hundehaltung erlaubt ist
Was steht im Mietvertrag? Darf man einen Hund in der Mietwohnung halten, ja oder nein?
Rechtlich sieht es so aus:
Als Mieter können Sie sich daher nur nach den vertraglichen Vereinbarungen im Mietvertrag halten.
Ein generelles Tierhaltungsverbot ist allerdings unwirksam. Ein solches Verbot schränkt das Persönlichkeitsrecht ein.
Ist allerdings ein generelles Hundehalterverbot im Mietvertrag vermerkt, so ist dieses auch wirksam.
Eventuell macht der Vermieter eine Ausnahme bei Kleinhunden.
Halten Sie sich nicht daran, so könnte es sein, dass Sie verurteilt werden.
Am sichersten ist es, wenn die Hundehaltung im Mietvertrag schriftlich vereinbart wurde.
2. Der Kaufvertrag
Wenn fest steht, dass ein Hund Einzug halten soll, ist es am sichersten, wenn Sie den Hund kaufen möchten, einen schriftlichen Kaufvertrag erstellen.
Kaufen Sie bei einem Hundezüchter, so hat dieser bereits einen Kaufvertrag aufgesetzt.
3. Was sollte im Kaufvertrag stehen
Anschrift von Käufer und Verkäufer, sowie detaillierte Angaben über den Hund.
Dazu gehört: Alter, Geschlecht, Name, Rasse, Geburtsdatum, Zuchtbuch-Nummer, besondere Merkmale. Weiterhin Nachweis vom Impfungen, wurde der Hund kastriert, sind eventuell Krankheiten bekannt und das Wichtigste der Kaufpreis.
Wichtig im Kaufvertrag sind auch Rechte und Pflichten des Käufers und Verkäufers. Dies ist sehr wichtig, denn stellen sich im Nachhinein Mängel heraus, so muß der Käufer diese Mängel beseitigen.
Dazu kann gehören: nicht Bekanntgabe von Krankheiten oder nicht durchgeführte Impfungen.
Verschweigt der Verkäufer z. Bsp. eine unheilbare Krankheit, so kann der Käufer Minderung des Kaufpreises oder Schadensersatz verlangen bzw. er kann auch vom Kaufvertrag zurücktreten.
Es ist besonders darauf zu achten, dass die Mängelgewährleistungsfrist mit Übergabe des Tieres 2 Jahre beträgt. Wird bekannt, dass der Verkäufer absichtlich einen ihm bekannten Mangel verschwiegen hat, so ist die Frist 3 Jahre.
In diesem Fall wendet man sich am besten an einen Rechtsanwalt, der sich auf Tierrecht spezialisiert hat.

Gassiger werden

Ehrenamtlicher Helfer werden-Gassigeher im Tierheim

Arbeit gibt es im Tierheim genug, Ehrenamtliche Helfer werden oft gesucht.
Du willst Dir einen Hund anschaffen und weißt nicht, welche Hunderasse? Dann werde Gassigeher im Tierheim.
Ich mache diese ehrenamtliche Tätigkeit seit 2,5 Jahren. Und ich kann es nicht oft genug sagen, man lernt die verschiedensten Hunderassen kennen und lieben :-).
Jede Rasse und jeder Hund ist einzigartig.
Und gerade die Hunde in den Tierheimen hier bei uns, sind für jeden Spaziergang sehr dankbar.
Ich genieße 2x die Woche abends nach der Arbeit die Spaziergänge mit den Vierbeinern,
und zusätzlich am Samstag und Sonntag früh.
Besonders freue ich abends, da es für mich ein toller Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit ist.
Ich nenne es die „Workout-Gassigeherrunde“.
Also, worauf warten? Erkundige Dich bei Deinen Tierheim.
Eine andere Möglichkeit ist, als Pflegestelle zur Verfügung zu stehen.
Pflegestelle heisst, Sie übernehmen die Versorgung und die Pflege für ein Tier, und erhalten vom Tierheim erhalten die nötige tierärztliche Versorgung und die benötigten Medikamente. Das Tier bleibt nach Absprache weiterhin in der Vermittlung, lebt aber während dieser Zeit bei Ihnen.